Skip to main content

Energiegemeinschaften in Österreich – Ein Gewinn für Bürger und Umwelt

Einleitung: Österreich ist eines der ersten Länder in der EU, das erfolgreich Energiegemeinschaften etabliert hat. Diese ermöglichen Bürgern sowohl als Erzeuger erneuerbarer Energie als auch als Verbraucher, die von günstigem, grünem Strom profitieren möchten, neue Möglichkeiten. Insbesondere in Kärnten und Osttirol sind Energiegemeinschaften bereits Realität.

Was sind Erneuerbare Energiegemeinschaften (EEG)? EEGs sind als Vereine geführte Zusammenschlüsse von Nachbarn, Betrieben oder Gemeinden, die gemeinsam ihre Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugen und verbrauchen. Sie bieten nicht nur günstigere Strompreise und reduzierte Netzentgelte, sondern auch steuerliche Vorteile sowie eine gewisse Unabhängigkeit vom herkömmlichen Strommarkt.

Energiegemeinschaften in Kärnten und Osttirol: Derzeit gibt es 73 Energiegemeinschaften in Kärnten und Osttirol. Dabei reicht es, dass mindestens zwei Teilnehmer erneuerbare Energie produzieren und nutzen. Sogar Wohnungsbesitzer können sich beteiligen und Teil dieser nachhaltigen Bewegung werden.

Vorteile von Energiegemeinschaften:

  1. Günstigere Strompreise: Energiegemeinschaften bieten die Möglichkeit, Strom zu niedrigeren Preisen zu beziehen. Beispiel: Erzeuger erhalten acht Cent pro Kilowattstunde, während Verbraucher nur zehn Cent dafür bezahlen müssen.
  2. Erhöhte Autarkie: Durch die Nutzung lokaler erneuerbarer Energiequellen wird die Abhängigkeit vom Strommarkt reduziert.
  3. Reduzierte Netzentgelte: Da EEGs lokal organisiert sind, benötigen sie weniger Infrastruktur großer Energieversorger und sparen somit Kosten.

Die Rolle der Solar Union Austria: Solar Union Austria spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung und Unterstützung von Energiegemeinschaften. „Wir wollen eine effektivere und nachhaltigere Nutzung gewährleisten“, erklärt Benjamin Kuschnig von der Solar Union. Die Firma unterstützt Gemeinden und Regionen bei der Gründung von EEGs und sorgt dafür, dass es genug Verbraucher gibt, um den erzeugten Strom effektiv zu nutzen.

Wie funktioniert das Stromnetz? Das Stromnetz in Österreich besteht aus sieben Ebenen. Je höher die Spannung, desto effizienter kann Strom über große Distanzen transportiert werden. Auf der höchsten Ebene fließt Strom mit bis zu 380 kV, um Verluste zu minimieren. Dieser Strom wird durch Umspannwerke auf niedrigere Spannungen reduziert, bis er auf der siebten Netzebene bei den Verbrauchern ankommt.

Zusammenfassung: Energiegemeinschaften bieten Bürgern die Möglichkeit, aktiv zur Energiewende beizutragen, Kosten zu sparen und zugleich von grüner Energie zu profitieren. Besonders in Kärnten und Osttirol zeigen bereits bestehende EEGs, dass dieses Modell erfolgreich umgesetzt werden kann – mit Unterstützung von Firmen wie der Solar Union Austria.

Quelle:  Kronen Zeitung – Alex Schwab & Felix Justich , Link zum Artikel: https://www.krone.at/3524785